ROHPROG Papierrecycling im Rahmen der DMAX-Sendung „Deutschland 24/7 – Ohne uns läuft nichts!“

Im Rahmen der neuen DMAX-Reihe “Deutschland 24/7 – Ohne uns läuft nichts!“ wurde unser Betriebsleiter Alexander Klein einen ganzen Tag lang von einem Filmteam begleitet und zeigt, welche Herausforderungen täglich zu meistern sind.

Papierrecycling in München – Der Text zum Video

„Fünf Uhr morgens. Ja, der frühe Vogel fängt den Wurm.

Jeden Morgen fährt Alex Klein 30 Kilometer zum Papier Recyclinghof in München. Aus allen Ecken Deutschlands wird hierher Altpapier angeliefert. Bis zu 1.000 Tonnen täglich, 35 Papier Sorten unterschiedlicher Qualität werden auf dem Hof sortiert und danach an Wiederverwerten, wie Papierfabriken geliefert. Für einen störungsfreien Ablauf sorgt Betriebsleiter Alex.

Der Plan für heute ist das kontrollierte Raus, was hier jeden Tag ein bisschen herrscht zu kontrollieren. Den Leuten unterstützend unter die Arme zu greifen und einfach den ganzen Ablauf so in den Griff zu bekommen, dass es hier sauber abläuft.

Pro Tag kommen und verlassen mehr als 200 LKW mit Altpapier den Hof.

Jetzt muss ich einen LKW laden, damit wir keinen Stau auf dem Hof bekommen. Der Kollege fängt erst um 7 Uhr an. In der Zeit übernehme ich seine Arbeit.

Da muss der Betriebsleiter auch mal selbst ran. Denn die LKW stehen schon zum Entladen und neu beladen bereit.

Es ist schon eine große Maschine. 8 Tonnen Stapler. Man hat natürlich ne gehobene Position. Das verleitet auch ein bisschen zu meinen, man hat überall Vorrang. Aber wie gesagt, da halten wir uns immer sehr an die Vorschriften.

Nur dadurch verhindert Alex Chaos auf dem Hof, denn auf dem Papier Recyclinghof in München ist Koordination gefragt. 30 LKW und 10 Gabelstapler rangieren hier gerade gleichzeitig.

Ich mache das schon seit 20 Jahren. Man muss trotzdem jeden Tag sehr aufpassen.

Das ist sehr, sehr gefährlich. Ich würde sagen lebensgefährlich. Routine ist da fehl am Platz. Hat er 15 Reihen, hat er fast 15 drin. Ja, aber ihr habt ihr kürzer gemacht.

Also bis über zwei mache ich noch drauf. Ich mag das. Ich mag den Umgang mit den LKW-Fahrern, mit den Leuten auch mal zwei Takte außerhalb zu reden. Das ist immer ganz nett. Mehr ein Miteinander als ein Gegeneinander.

Es muss passen. Das sortierte Papier geht in Papierballen gepresst an die Kunden. Damit generierte Recyclinghof den Hauptbestandteil seines Umsatzes pro Tonne gibt es zirka 60 Euro.

Er fährt jetzt in eine Papierfabrik. Da wird das abgeladen und wird dann quasi weiterverarbeitet.

Im Minutentakt fahren die LKW mit neuen Altpapier-Lieferungen auf den Hof.

Erst im Hinterhof, wo der weiße LKW dran vorbei und dann auf deiner linken Seite kommt der Sperrmüll auf, gibt’s gerade dem Baggerfahrer.

Alles klar. Zeit ist ein großer Faktor bei uns. Es geht sehr schnell zu und so muss das alles sehr koordiniert geschehen. Es ist einfach ein beschränkter Platz. Und wenn jeder so fahren wollen, wie er möchte, wird hier gar nichts mehr gehen. Dann müssen wir wirklich schauen. Auch stringent einfach sagen Du fährst dahin, du fährst dahin. Er, die Ballen kommen raus.

Also was z.B. hier? Schau es dir an, der LKW steht jetzt hier und die Presse drückt das Papier raus. Der Presse ist es egal, wenn ein LKW steht, die drückt den dann rüber. Da hat ein riesen Schaden. Also wir sind immer so Sachen, die musst du sehen. Die Leute sind nicht bös. Werner, fahr weiter. Es ist ganz gut, wenn du auch persönlich die Leute mal ansprechen kannst.

Bei einem LKW klemmt nach dem Beladen die Ladung Klappe. So können nicht in die Fabrik fahren, in der das sortierte Papier weiter verwertet wird. Geht keinen Meter weiter, oder?

Da kann man jetzt machen, was man machen kann. Es ist schon komplett offen. Ich fahr mit einem Ballen ran. Wenn’s geht, okay.

Ein Problem ist gelöst, aber Alex ist bei jeder Lieferung wachsam.

Jetzt schauen wir mal, was der LKW uns für Papier gebracht hat. Müssen wir mal analysieren, ob da soweit alles mit der Qualität in Ordnung ist.

Das, was alle Leute so in die Papiertonne schmeißen Bremsscheiben, Feuerlöscher, alles was die Leute meinen, in die blaue Tonne schmeißen zu müssen. Ein Großteil, kann die Maschine aussortieren. Aber so Sachen halt. Das ist dann weniger gut. Das kann zu Verstopfung kommen. Außerdem ist das Papier auch feucht. Mögen wir eigentlich nicht. Sortiert dann die Anlagen auch nicht gut. Da haben dann die 4 Leute noch mehr zu tun.

Und das sind die Sachen, die nicht über die Anlage gelaufen sind. Das mögen wir gar nicht gern, wenn oben in der Anlage die Optik defekt wird. Dann geht das gleich in die Zehntausende, weil irgendeiner meint, da muss ein Feuerlöscher ins Altpapier. Das ist für mich nicht nachvollziehbar.

Infrarotkameras scannen das Papier, damit es mechanisch sortiert werden kann. Diese Optik ist besonders empfindlich und kann durch große Gegenstände beschädigt werden. Was die Kamera nicht erkennt, muss per Hand aussortiert werden.

Qualität ist okay.

Okay, wir haben eine Ladung unten liegen. Müssen wir mal schauen. Vielleicht ein bisschen schlechter, aber sonst ist alles in Ordnung. Maschine war sauber heute morgen?

Die Leute sind hier, um nochmal in der Nachsortierung Störstoffe, wie Plastik, Hygieneartikel oder Babywindeln raus zu sortieren.

Auch ich stelle mich mal an Sortierband. Um einfach mal wieder ein bisschen einen Reset zu machen.

Genau jetzt schauen wir mal. Jetzt haben wir eine Störung, jede Störung bedeutet, kompletter Stillstand. Auf dem Recyclinghof in München gibt es ein Problem, wenn der Papierfluss auf dem Band stockt.

Alles Gute!

Die Anlage läuft zwar schnell weiter. Doch es gibt noch ein Problem am Spiker. Der Spiker ist eine rotierende Walze mit Stacheln, die in das Papier auf dem Band stechen. So wird Karton aussortiert und das normale Papier kann weiter fließen. Jetzt müssen wir die Maschine nochmal modifizieren, weil wir ja ein Problem haben mit dem nassem Papier.

Dann müssen wir mit der Geschwindigkeit spielen, dass wir da wieder ein besseres Ergebnis haben.

Ist das Papier zu nass, klumpt es und der Spiker kann den Karton nicht richtig aussortieren. Wir haben ein Problem. Wir haben relativ viel nasses Papier.

Die Maschine muss täglich je nach Lufttemperatur und Feuchtigkeit des Papiers neu eingestellt werden. Gerät neben Altpapier noch anderer Müll in die Anlage, kann dies zu großen Schäden führen.

Vielleicht ist irgendein Netz oder sonst irgendetwas drinnen. Schaun wir mal.

Alles läuft wieder und Alex kann in seiner wohlverdienten Mittagspause mal für eine halbe Stunde abschalten.

Die Pause ist natürlich für mich unheimlich wichtig, weil das draußen mit einer dermaßen Hektik und einer Taktung läuft. Und das heißt auch, dass dann wirklich Pause ist. Zeitung lesen oder einfach nur starren, mal runterkommen, ein bisschen sich selbst resetten. Das ist wichtig.

Nach der Mittagspause muss Betriebsleiter Alex die nächsten LKW kontrollieren und schon wieder bahnt sich ein Problem an. Ganz normal.

Nein, nein, es ist quasi in der in der Lieferung. Es ist eine große Rolle aufgetaucht. Die darf da nicht rein. Wenn die bei uns in die Presse kommt, kann die Maschinen Schaden nehmen. Aber vor Fehlern ist man nie gefeit. Deswegen ist er wie gesagt, Sichtkontrolle. Da ist auch noch eine, Achtung. Sehr, sehr wichtig. Aber so Sachen können wir nicht akzeptieren. Da muss man dann mit Foto reklamieren einfach damit das nächste Mal nicht drin ist. Jetzt mit dem Bagger raus sortieren. Das geht nur mit großem Gerät. Mit dem Stapler hingefahren.

Wir haben hinten eine, eine sogenannte Rollen Guillotine. Da wird die dann geschnitten. Das Papier wird dann weiterverarbeitet. Und dann haben wir ein gelöstes Problem.

Die Guillotine ist auch ein sehr gefährliches Gerät.

Die Guillotine presst mit fünf Tonnen vergleichbar mit acht Autos, die auf einer Getränkedosen liegen.

Man muss halt immer aufpassen. Das Messer schneidet nämlich nicht nur Rollen, sondern alles andere.

Oftmals sehen die Leute das gar nicht so. Aber passieren kann so einiges.

Herr Killed, ich würde jetzt mal ne Viertelstunde hier pressen. Dann können Sie jetzt eine Pause machen.

Ja, in gewisser Maßen ist das natürlich immer auch für jeden Mann so ein Kindheitstraum vom Sandkasten. Auf so eine große Maschine zu fahren und die zu beherrschen, ist nicht immer leicht. Aber es ist ein gutes Gefühl.

Es ist eine Warnung von der Maschine, dass eine Störung ansteht, weil zu viel aufs Band gefallen ist. Die kann man dann relativ schnell beseitigen. Die Presse läuft von morgens um 6 bis 23 Uhr, hat eine 200 Tonnen Presskraft, macht ungefähr ein bisschen mehr, wie in der Minute 1,4 Tonnen.

Also es ist schon ein Monster. Genau. Aber die brauchen wir auch, weil wir einen relativ hohen Durchsatz von Papier haben müssen.

Bis zu 16 Papier Ladungen á 40 Tonnen verlassen täglich den Hof. Ein störungsfreie Papierfluss ist deshalb das Wichtigste. Ich würde die Geschwindigkeit jetzt wieder ein bisschen reduzieren. Ein bisschen, ja. Jetzt ist das Papier von heute Morgen natürlich schon verarbeitet. Jetzt ist es wieder trockener.

Jetzt müssen wir wieder schauen, dass wir die Geschwindigkeit ein bisschen runter. Da gibt es gewisse Parameter. Das Papierflug, der hier entsteht hier oben. Wenn er zu schnell ist, liegt das Papier gegen die große Rolle und wird einfach mit rausgetragen. Nicht aussortiert.

Rund 80 Tonnen Papier sortieren die Mitarbeiter pro 8 Stunden Schicht am Band.
So Männer, schönen Feierabend.

Während die Kollegen schon in den verdienten Feierabend gehen, wartet auf Alex noch ein Papierkrieg der anderen Art. Endkontrolle und Statistiken.

Heute war ein guter Tag, weil sich keiner verletzt hat. Da bin ich immer ganz froh, wenn die Jungs gesund nach Hause gehen. Alle Maschinen sind durchgelaufen. Gerade bei den Belastungen durch die Hitze, kann der eine oder andere Ausfall schon passieren. Und ich hoffe, dass der Abschluss auch dann dementsprechend angenehm ist.

Der Klassiker ist „Nichts mit Feierabend„. Jetzt haben wir noch ein Plattfuß. Aber das ist das geringste Problem heute gewesen.“

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