Juli 2014 – Haus & Hofbesichtigung durch den Gehörlosen Automobilclub “Weiß-Blau” München e.V

Eine kleine Gruppe verschiedenster Menschen trifft im Hauptgebäude der ROHPROG GmbH zusammen.  Auf den ersten Blick sind kaum Gemeinsamkeiten zu erkennen, doch wenn man den Übersetzungen der dazugehörigen  Dolmetscherin folgt, kann man sich denken, wer sich hier eingefunden hat.

Es sind die  Mitglieder des Gehörlosen Automobilclub “Weiß-Blau” München e.V, welche sich nicht die Chance nehmen lassen, ein Entsorgungsunternehmen von Nahem zu erleben. Die Gründe sind vielfältig. Ein Mitglied erzählte stolz, dass er schon vor über 25 Jahren sein Altpapier bei der ROHPROG abgegeben hat. Andere möchten wissen, was mit ihrem Altpapier  passiert. Das Interesse ist sehr groß und so werden bereits bei der Vorstellung der drei Geschäftsbereiche: Recycling, Aktenvernichtung und Gesamtentsorgung durch den Geschäftsführer Christian Güntner  die ersten Fragen gestellt.: „Wie viele LKW´s fahren täglich auf das Betriebsgelände?“ oder „Welche Mengen an Entsorgungsmaterialien werden bei der ROHPROG verarbeitet?“ waren einige davon. Nur modernste Technik, 25 verschiedene werkseigene  Transportfahrzeuge und die über 85  erfahrenen Mitarbeiter machen zum Beispiel das  Umschlagsvolumen von über 150.000 Tonnen Papier im Jahr möglich.

Nachdem alle Fragen rund um das Kreislaufwirtschaftsgesetz, die Unterscheidung zwischen Gewerbemüll und Abfällen aus Privathaushalten sowie die unterschiedlichen Altpapierqualitäten und deren Verwertung geklärt waren, durften die Mitglieder des “Weiß-Blau” München e.V den Recyclinghof und die dazugehörigen Vernichtungs- und Shredderanlagen besichtigen. Hier wurden die unterschiedlichsten Abfälle, wie  zum Beispiel Kartonagen, Zeitungen und Papier sowie  Verpackungen aus Kunststoff begutachtet. Beeindruckt schauten sich die Teilnehmer die Entleerung der minütlich eintreffenden Fahrzeuge der ROHPROG  und weiterer Fremdfirmen an.  Das Highlight war die Besichtigung der Sortieranlage. Auf einer Höhe von 6m hatte man einen guten Überblick über den Großteil des Betriebsgeländes.

Zurück auf dem festen Boden, bedankten sich alle Teilnehmer für  die vielen neuen Eindrücke .  Und auch Herr Güntner konnte bestätigen, dass er solch eine Führung noch nie gemacht hat: “Mich hat das große Interesse und auch der Umgang mit einer solchen Einschränkung des Lebensalltags sehr beeindruckt. Gerne stehe ich für weitere Besichtigungen bereit und freue mich, anderen Menschen die Arbeitsweise  in unserem familiengeführten Entsorgungsunternehmen zu zeigen.“