Juli 2018 – Deponien für Bauschutt und Erdaushub sterben aus

Langsam wird es knapp! Neben der nach wie vor angespannten Lage bei den Abfallbehandlungs- und Müllverbrennungsanlagen, welche immer noch an ihren Kapazitätsgrenzen laufen, zeichnet sich der nächste Engpass bei den Deponien für Bauschutt und Erdaushub ab.

Die Zahlen zeigen es sehr deutlich. Im Jahr 2016 waren es noch 1108 deutsche Deponien, fast 900 weniger als zehn Jahre zuvor. Und im Zeitraum von 2015 bis 2025 erreichen demnach noch einmal über 500 das Ende ihrer vorgesehenen Betriebsdauer. Zwar sind bei mehreren hundert Deponien auch Baumaßnahmen geplant, aber dennoch schrumpft die Zahl kontinuierlich.

Gerade in Bayern ist die Lage dramatisch. Viele Landkreise haben überhaupt gar keine Bauschuttdeponien und Wege zwischen 30 km und 100 km sind schon fast die Regel. Steigende Kosten für die Entsorgung sind somit vorprogrammiert. Das bayerische Kabinett versucht dem Trend entgegenzuwirken und beschließt einen 6-Punkte Plan. Dieser sieht unter anderem: „Schaffung von spezifischen Deponiekapazitäten, wo nötig“ vor. Ein Engpass kann damit aber nicht abgewendet werden, da vom Zeitpunkt der Planung bis hin zur Umsetzung einer neuen Deponie insgesamt neun bis zehn Jahre vergehen können.